Übersicht

          • Besuch im Lenbachhaus der Klasse 7cD

          • Ausstellung "Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter" im Lenbachhaus am 26. März 2026

            Am Donnerstag, den 26. März 2026 besuchte die Klasse 7cD zusammen mit unserer Konrektorin Frau Trentinaglia sowie mit unserem Schulleiter Herrn Herz das Lenbachhaus in München am Königsplatz. Ausgestellt wurden Werke von Albert Bloch, Erma Bossi, Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Iwanowna Epstein, Otto Freundlich, Maria Franck-Marc, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emmy Klinker, Moissey Kogan, Alfred Kubin, Else Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé, Alexander Sacharoff, Marianne von Werefkin und andere.

            Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern. 

            Die Ausstellung rückte die wegweisenden Errungenschaften der Künstlerinnen sowie Künstler des Blauen Reiters in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk galt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei traten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.

            Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch waren erstmals zu sehen. Mit über 240 Arbeiten eröffnete die Ausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigte, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Der Blaue Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschrieb Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: "Über die Welt hinaus."

          • Besuch des Paterzeller Eibenwaldes bei Wessobrunn

          • Schulleiterfortbildung des Mittelschulverbunds München-Ost am 11. Oktober 2023

            Die Schulleitungen des Mittelschulverbunds München-Ost, zu dem auch unsere Mittelschule gehört, hatten am 11. Oktober 2023 eine Exkursion zum Paterzeller Eibenwald vorgenommen. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante Einblicke in die Beschaffenheit sowie Entstehung eines Eibenwaldes. Reine Eibenbestände, die von Natur aus gewachsen wären, gibt es nicht. Die Bezeichnung „Eibenwald“ ist so zu verstehen, dass es sich um einen Wald mit vielen Eiben handelt. In dem 87,8 Hektar großen Naturschutzgebiet stehen heute ungefähr 2.300 Eiben.

            Der Eibenwald befindet sich in der Nähe des Brandtswaldes bei Paterzell, nahe Weilheim südwestlich von München, im sogenannten Pfaffenwinkel. Er liegt dort zwischen dem hohen Moränenzug von Wessobrunn und dem Schotterdelta von Raisting.

            Das Schotterdelta wurde in der Rückzugsphase der Würm-Hochglazialzeit durch einen Gletscherbach, der von Peißenberg über Zellsee zum Ammersee-Becken strömte, aufgeschüttet. Indem kaltes kalkhaltiges Grundwasser aus dem Boden sickerte und sich dabei Kalk in fester Form absetzte, entstand dort in den letzten 10.000 Jahren ein holozänes Kalktuffvorkommen. Dieser Kalkstein (Travertin) bildet meterdicke Schichten, über dem sich nur ein flachgründiger Boden (Rendzina) entwickeln konnte. Auf solchen Böden wächst die Eibe besser als die meisten anderen Baumarten und wird insbesondere von der Buche weniger bedrängt als auf anderen Standorten.

            Der Eibenwald war bis zur Säkularisation 1803 im Besitz des Klosters Wessobrunn. Er wurde offenbar weniger als Viehweide genutzt, da der Waldboden relativ sumpfig war, der Wald aufgrund seiner Buchenarmut weniger Futter (Bucheckern) bot und die Eiben für das Vieh giftig sind. Aus diesem Grund wurden Eiben früher von Hirten und Fuhrleuten oft sogar gezielt ausgerottet.

            Das Eibenholz des Waldes wurde jedoch für andere Zwecke genutzt. Aus dem harten und zugleich elastischen Holz wurde z. B. die Eibenholzdecke des Theatersaales im Kloster gefertigt, sie wurde 1810 in den nahe gelegenen Gasthof »Zur Post« in Wessobrunn übertragen.

            Im Jahr 1995 wurde von dem damals zuständigen Forstamt Weilheim ein Eibenlehrpfad angelegt. Der Eibenpfad ist mit Informationstafeln versehen und führt an markanten Punkten dieses Waldes vorbei, zu Beginn des Weges stehen Faltblätter zur Verfügung.

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