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          • Besuch des Benediktinerklosters Andechs

          • Schulleiterfortbildung des Mittelschulverbunds München-Ost am 22. Oktober 2026

            Die Schulleitungen des Mittelschulverbunds München-Ost, zu dem auch unsere Mittelschule gehört, absolvierten am 22. Oktober 2026 eine Exkursion auf den "heiligen Berg" Kloster Andechs. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante Einblicke in die Geschichte dieses Wallfahrtsortes.

            Weithin sichtbar erhebt sich mehr als 700 m über dem Meeresspiegel in unmittelbarer Nähe des Ammersees die Andechser Wallfahrtskirche mit ihrem charakteristischen Zwiebelturm auf dem höchsten Punkt des Heiligen Berges. Die Wallfahrtskirche ist dem Heiligen Nikolaus von Myra und der Heiligen Elisabeth von Thüringen aus dem Geschlecht der Grafen von Dießen und Andechs geweiht.

            Das Patrozinium des Heiligen Nikolaus geht wohl bis in die Zeit der Grafen von Dießen und Andechs zurück. Bereits um 1130 pilgerten die Wallfahrer zur Nikolauskapelle der Andechser Burg, um hier die Reliquien zu verehren.

            Seit dem 12. Jahrhundert wird Andechs, damals noch Stammsitz des Grafengeschlechts von Dießen und Andechs, von zahlreichen Wallfahrern aufgesucht. Bis heute ist diese älteste Wallfahrt Bayerns lebendig. Graf Rasso, Ahnherr der Grafen von Dießen und Andechs, brachte im 10. Jahrhundert von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land wertvolle Herren- und Heiligenreliquien auf die Burg Andechs. Graf Berthold II. von Dießen und Andechs verpflichtete seine Untertanen ab 1128 zur alljährlichen Verehrung der hier aufbewahrten Reliquien, des so genannten „Heiltums“. Politische Ereignisse führten ab dem 13. Jahrhundert zum Niedergang des Grafengeschlechts. 1246 wurde die Andechser Burg bis auf die Burgkapelle geschleift – der „Heiltumsschatz“ galt als verloren.

            Die Anfänge des Heiltumsschatzes reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Sie sind eng verbunden mit dem Geschlecht der Grafen von Dießen und Andechs. Graf Rasso, Ahnherr der Dießen-Andechs-Meranier, soll von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land die ersten Herrenreliquien mitgebracht haben. Sie wurden zum Grundstock des Andechser „Heiltums“: ein Zweig der Dornenkrone, ein Teil des „Spottzepters Christi“ und ein Stück vom Kreuz Christi. Weitere Stücke des „Heiltums“ sind kostbare Textilreliquien wie die „Stola“ des heiligen Evangelisten Johannes oder der „Gürtel“ Maria Magdalenas. Wie Reliquien verehrt werden die „Goldene Rose“ des Klostergründers Herzog Albrechts III. und das so genannte Siegeskreuz Karls des Großen. Auch Reliquien des heiligen Nikolaus und der heiligen Elisabeth von Thüringen, Patrone der Wallfahrtskirche, werden in Andechs verehrt. Kernstück des Andechser „Heiltums“ bilden „Die Heiligen Drei Hostien“. Zwei Hostien sollen von Papst Gregor dem Großen (6. Jahrhundert) herrühren und  weisen in ihrer Färbung auf ein Kreuz bzw. ein Fingerglied hin; die dritte mit dem Monogramm Jesu in Blut soll auf Papst Leo IX. (11. Jahrhundert) zurückgehen.

            Die Geschichte von Andechs beginnt lange vor der Gründung des Benediktinerklosters 1455: Die Bezeichnung „Heiliger Berg“ stammt vom Wittelsbacher Herzog Ernst (1373-1438). Er erklärt sich aus dem Reliquienschatz, der hier verwahrt wird und dessen Anfänge bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen.

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